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Hunde im Tierheim

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Hunde im Tierheim

Beitrag von Fritzi am 9/9/2012, 15:56

Mir ist aufgefallen, dass außer den großen Hunden und Kampfhunden
viele Jack Russell-Terrier in den Tierheimen sitzen.

Meist steht dann da, Hund wurde wegen Überforderung der Besitzer abgegeben, oder Hund hat nach Besitzer oder Kindern geschnappt.

Eigentlich waren diese Hunde doch mal zur Rattenjagd gezüchtet worden und da müssen sie ja zubeissen können.
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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Gast am 9/9/2012, 16:30

Jack Russel sind richtige Powerpakete , die wollen ausgelastet werden ....vielleicht werden deswegen soviele abgegeben ..

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Motte am 9/9/2012, 19:33

Ich denke, das viele Leute den Jack Russel Terrier wegen der Größe einfach unterschätzen. Das ist ein Hund, der jeden Tag ausgelastet werden muss, ansonsten ist der Ärger vorprogrammiert. Ich könnte das nicht leisten.

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Akira am 9/9/2012, 21:14

Wir haben auch so unbelehrbare Nachbarn ...
Die haben jetzt den 2. von der Sorte ... und auch dieser Hund benimmt sich im Garten und bei vielen anderen Gelegenheiten wie ein Schlumpf .

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Mona Lisa am 10/9/2012, 08:45

Rolling Eyes mein Schwager und meine Schwägerin haben auch so eine Kampfratte... die schnappt auch schon mal zu wenn ihr was total gegen den Strich geht, GsD bisher immer so ein Warnschnapper oder Luftschnapper aber sie tut es halt. Andererseits wird sie aber schon viel ausgelastet, tagsüber ist sie mit Herrchen unterwegs (er ist selbstständiger Zimmermann) und da sie auch ein kleiner Balljunkie ist kann man sie damit gut beschäftigen. Keine Ahnung was bei der nicht richtig läuft... manchmal hab ich auch das Gefühl, weil sie so klein ist, dass das ein Angstschnappen ist, damit ihr niemand auf die Füße tritt oder so Shocked
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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Anusch am 10/9/2012, 09:16

Also die Jack Russel, die es bei uns gibt, sind kleine bzw. größenwahnsinnige Powerpakete. Sie sind kaum kaputt zu bekommen, sind immer in Bewegung, sind schnell dabei, mal zu schnappen und legen sich mit den größten Hunden an.
Ich denke auch, dass der Jack R. angeschafft wird, weil er eine tolle Größe hat und dabei als kernig und mutig beschrieben wird. Das ist er in der Tat und wir haben viele bei uns, die wirklich durch ihre J. überfordert sind - und die, die sie behalten haben, würden sich keinen mehr anschaffen.
Die meisten hören dann auch ganz schlecht und bei dem Potenzial was diese kleinen mutigen Hunde haben, ist das natürlich in vielen Fällen zum Scheitern vorprogrammiert.
Wir haben derzeit einen 8 Monate alten - die Halter bereuen die Anschaffung schon jetzt. Sie kommen mit der Rakete nicht zurecht. Der Hund ist überfordert, was sich dann bei den Spaziergängen als Katastrophe zeigt. Er ist so Energieüberladen, dass er im Spiel die anderen Hunde derart unmöglich überfällt, dass es auf kurz oder lang ernste Probleme geben wird. Er ist überhaupt nicht sozialisiert, hat keine Beißhemmung. Er packt im Spiel in alles und jeden, sodass gejault und gefiepst wird. Er ist derzeit der einzige Junghund, den z.B. Donka versucht durch Knurren auf Abstand zu halten und das soll was heißen, Merlin geht nur bedingt auf den ungehobelten Burschen ein und beendet mit einem Knurrer und Abstand ebenfalls die Sache.

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Gast am 12/9/2012, 22:52

Kann ich bestätigen - gibts bei uns im TH auch einige, oder auch Mischlinge. Aber auch Jagdterrier werden immer mehr.....

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Anusch am 13/9/2012, 09:16

Das kann ich mir vorstellen, dass Hunde aus dieser Rasserichtung viel im Tierheim landen. Sie sind natürlich bei der Anschaffung verführerisch. Die häufigste Begründung die ich höre, ist tatsächlich die Größe und Robustheit dieser Hunde.
Aber mal ganz echt - in der heutigen Zeit kann man sich über alle möglichen Quellen informieren. Gerade über den J. R. gibt es ausreichend Info. über seinen Charakter - der ja grundsätzlich toll ist, für Menschen, die das in der Form wünschen, sich damit auseinandersetzen wollen und können. Wenn ich mir einen Dobermann zulege, dann informiere ich mich doch auch über seine Eigenschaften.
Ich persönlich finde unkupierte Dobermänner z.B. wunderschön, würde mir aber keinen anschaffen, weil ihre Toleranzschwelle mir 1. zu gering ist, ihr Wachtrieb mir 2. zu stark ist und mir die Rasse 3. zu nervös ist. Aber rein vom Erscheinungsbild sprechen sie mich sehr an.

Sag mal Malika - Du arbeitest doch direkt im Tierheim - oder gehörst Du einer Tierschutzorga an.

Mich würde mal etwas interessieren, vielleicht kannst oder magst Du es mir beantworten. Es kommen doch etliche alte Hunde ins Tierheim, oder solche, die aufgrund ihrer Rasse fast nicht zu vermitteln sind.
Wie lange können Tierheime diese Hunde mit durchziehen?
Die Plätze werden doch sicher oft sehr eng sein. Wie werden die chancenlosen beurteilt, was passiert mit Ihnen?
Diese Frage soll keine Fangfrage sein. Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Hunde auf Dauer ein Problem an Platz bedeuten und damit evtl. die Aufnahme anderer Hunde behindern. Ich stelle mir das persönlich furchtbar schwierig vor und habe mir in Bezug auf unsere Tierheime schon so oft darüber Gedanken gemacht.
Oder erst kürzlich schaute ich durch Zufall in einen Tieranzeiger. Das war nur 1 einziger - ich weiß gar nicht mehr - wie viele Hunde und vor allem darunter Welpen - angeboten wurden. Man bedenke dann mal, wie viele Anbieter es gibt und auf wie viele Welpen man dann kommt - täglich kommen neue Anzeigen dazu. Da kommt wirklich in mir die Frage auf, wie sollen all diese Hunde vermittelt werden und wo bleiben all diese Hunde, die keinen Platz bekommen?

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Gast am 15/9/2012, 14:31

Sorry, dass die Antwort so lang gedauert hat, hab momentan viel um die Ohren bounce

Noch ein paar Worte bezüglich JRT - leider gibt es nach wie vor Leute die sich vor der Anschaffung eines Hundes nicht ausreichend informieren. Oder sich vielleicht (z.B. als ErsthundbesitzerIn) nur allgemeine Informationen sucht und nicht nach rassespezifischen! Ich muss gestehen als ich meinen ersten Hund bekam (damals war ich 11) hat sich meine Eltern und ich nicht ausreichend bezüglich der Rasse informiert. Wir sind in das nächstgelegene TH gegangen und haben einen jungen Hund gesucht. Und da war gerade ein Wurf Mischlingswelpen... und wir haben uns damals dort den extra den ruhigsten ausgesucht. Naja und dann sind wir draufgekommen dass sie eine Huskymix-Hündin ist. Und dann gings rund Wink. Vor allem die Anfangszeit war sehr anstrengend, jedoch wären wir nie auf die Idee gekommen sie wieder zurückzubringen. Wir haben uns dann halt der Rasse angepasst, denn wir haben ja die Verantwortung für sie übernommen gehabt. ich bin aber froh, dass wir diese Erfahrung gemacht haben - durch diesen Hund durfte ich unglaublich viel lernen.

Ich bin "nur" ehrenamtliche Betreuerin im Tierheim. Hab dort sechs Hunde um die ich mich drei bis viermal die Woche kümmer, also spazierengehen etc. Hab dadurch einen ziemlich guten Einblick in die Tierschutzszene und kann glaube ich deine Fragen beantworten.

Unser Tierheim ist relativ groß, ich glaube das Zweitgrößte in Österreich und hat meist um die 150 Hunde. Es werden alle Hunde solange "mitdurchgezogen" bis sie ein Zuhause finden. Leider ist das nicht immer der Fall und immer wieder müssen sie ihren Lebensabend im Tierheim verbringen. Die alten verträglichen Hunde im Tierheim haben es ganz gut, die haben ihren extra Seniorenbereich und leben in Rudelhaltung. Die älteren unverträglichen Hunde sind leider die Armen. Im Tierheim gibt es einen Außen und einen Innenbereich - und leider ist nich für alle alten Hunde ein Platz drinen möglich. Also ja es stimmt - ältere Hunde haben es nicht leicht. Bei uns in Österreich, vor allem in der Steiermark haben es Staff und Co. um einiges leichter als in Deutschland - trotzdem ist die Vermittlung dieser Rassen meist ziemlich schwierig. Vorurteile gibt es ja leider überall. Wobei am schwierigsten zu vermitteln sind die Hunde, die Probleme mit fremden Menschen haben. Es gibt Hunde die haben keine oder sehr sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und brauchen meist sehr sehr lange bis sie sich an neue Bezugspersonen binden. Und diese Mühe macht sich kaum ein Intressent/ eine Intressentin. Bei manchen Hunden würde es auch sicher Wochen bis Monate dauern, bis sie sich einer neuen Person anschließen können.

Die große Chance dieser Hunde ist es dann, dass sich die jeweiligen BetreuerInnen erbarmen und ihnen ein Zuhause schenken. Das kommt auch relativ oft vor.
Oder wenn ich an meinen Benno denke. Ich habe ihn vor 5 Monaten übernommen. Zuvor war er 2 Jahre im Tierheim. Kam als Fundhund rein - somit hatte man überhaupt keine Infos über ihn. Er ist vermutlich ein Staffmix. Nochdazu ist er krank - hat schwere HD und hatte ein geriatrisches Vestibulärsyndrom. Und älter ist er auch noch. Leider ist er sehr schnell gestress, wahrscheinlich weil er zuvor noch nicht viel kennenlernen durfte. da ich einfach keine Chancen sah, dass er ein Zuhause findet, hab ich mich dafür entschlossen ihn zumir zo holen.

Da kommt wirklich in mir die Frage auf, wie sollen all diese Hunde
vermittelt werden und wo bleiben all diese Hunde, die keinen Platz
bekommen?

Prinzipiell kommt mir vor, kann man die Tierheimhunde in 3-4 Gruppen einteilen:
1) Die kleinen, jungen, beliebte Rassen, die unproblematisch sind. sind meist in maximal einem Monat weg.
2) Diejenigen, die in ein - zwei Jahren weg sind. Sind meist die, die größer sind, keine Junghunde mehr, vielleicht ein kleines Problem haben....
3) Die, die alt sind und ein größeres Problem wie z.B. aggressiv fremden Menschen gegenüber sind, oder vielleicht einfach nur einer "unbeliebteren" Rasse angehören. Die bleiben meist über Jahre, vielleicht auch bis zum Lebensende.

Aber das Tierheim würde niemals einen Hund einschläfern, nur weil er schwer vermittelbar ist.
Obwohl sogar in unserem Tierschutzgesetz drinen steht, dass im Einzelfall von Tieren in Tierheimen die Tötung gerechtfertigt sein kann, wenn z.B. bereits mehrere Vermittlungversuche fehlgeschlagen sind UNd das Tier unter der institutionellen Haltung sichtlich leidet.
Da stellt sich nun die Frage - wer beurteilt das? Bei uns im Tierheim kommen alle Hunde regelmäßig raus und haben wenigstens ein paar mal die Woche einen kleinen Lichblick sunny

Hoffe die Frage wurde beantwortet Wink

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Anusch am 16/9/2012, 17:23

Ich danke Dir sehr, mir diese Frage beantwortet zu haben. Sie hat mich wirklich interessiert. Ich persönlich habe nur Informationsfluss von den Tierschutzorgas., die sich um Auslandshunde kümmern.

Aber direkt aus unseren Tierheimen nicht.

Ich habe nur ein Bild aus meiner Kinderzeit in meinem Kopf gehabt. Wir haben mit der 5 Klasse unser hiesiges Tierheim besucht. Alles war soweit in Ordnung, ausser das ich jeden Hund haben wollte. Aber als wir auf einen großen Hof standen, dort standen Container, die von einem Schüler geöffnet wurden, waren diese voller toter Tiere, Hunde - wie Katzen. Da hatte es mir dann die Kehle zugeschnürt und ich habe nicht mehr aufgehört zu weinen. Ich denke, zu dieser Zeit müssen in den Tierheimen noch Tötungen vorgenommen worden sein, sonst hätten sie diese Container nicht mit so vielen toten Tieren dort stehen gehabt. Es mag sein, es ist ja sehr lange her, dass heute grundsätzlich anders gehandhabt wird, evtl. gibt es auch Unterschiede bei den einzelnen Tierheimen. Wie das generell rechtlich gehandelt werden darf, weiß ich nicht, aber ich denke, dass es nicht im Sinne des Tierschutzgesetzes wäre, weil ja hinter einer Tiertötung eine sinnbringende Erklärung stehen müsste.



Jedenfalls bin ich sehr froh, dass es heute wohl wirklich anders gehandelt wird. Keinesfalls beneide ich die Menschen, die dort leben und sich dort mit dem Leid dieser Tiere auseinander setzen müssen. Das da der eine oder andere Hunde dann direkt in den Händen der dort arbeitenden Menschen landet, leuchtet mir ein.

Jedenfalls ein großes Lob an Dich für Deine Arbeit und Deinen Einsatz für die Hunde.

Es wäre für mich sehr belehrend, wenn Du ab und zu mal aus dem Alltag berichten würdest, ich denke, Du erlebst viel und kannst wirklich interessante Dinge berichten.

Deine Erklärung, über die Unterteilung der einzelnen Gruppen, die sich gut bis schlecht vermitteln lassen, war sehr aufschlußreich.

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Mona Lisa am 17/9/2012, 08:28

Sad ich hab mal einen Hund im Tierheim abgeben müssen Sad das war die schlimmste Entscheidung in meinem ganzen Leben. Das Problem, ich hatte damals mit meinem Ex zusammen diesen Hund. Wir sind vom Schwarzwald nach Berlin (meiner Heimat) gezogen, hatten aber keine Wohnung. Die erste Zeit haben wir im Garten meiner Eltern campiert (tatsächlich im Zelt geschlafen). Nur eine Wohnung haben wir nicht gefunden. Ohne festen Wohnsitz keine Arbeit, ohne Arbeit keine Wohnung ... mit Hund erst recht keine Wohnung. Internet und dergleichen gab es zu der Zeit noch nicht so. Wir haben dann über ein Zeitungsinserat versucht den Hund zu vermitteln... leider ohne Erfolg. Letztlich blieb nur der Gang ins Tierheim. Sad
Ich weiß noch wie heute... es war ein Samstagvormittag, der Hund wurde von einem Tierarzt untersucht und dann kam eine Mitarbeiterin und hat ihn an der Leine weggeführt... die Augen, der Blick zu mir Sad "und kommst du nicht mit?" Sad Sad
Das schlimmste an der Geschichte... 2 Tage später am Montag hatte sich ergeben, dass wir eine kleine Wohnung - naja, mehr ein Kellerloch, egal - bekamen. Hier hätten wir den Hund ohne Probleme behalten können... wir also hin zum Tierheim, voller Vorfreude - tja und da sagte man uns diesen Hund gäbe es gar nicht. Shocked
Seither frage ich mich immer mal wieder was mit dem armen Kerl damals geschehen war... meine große Hoffnung, dass er gleich weitervermittelt werden konnte... ohne dass er tatsächlich in den Unterlagen auftauchte - aber wer weiß das schon, vielleicht haben Sie ihn tatsächlich eingeschläfert. Er war ein junger, 1,5 Jahre alter Riesenschnauzer-Deutsch Vorstehhund- Mix. Ein Kraftpaket aber ein toller Hund. Sad Mir hat es damals das Herz gebrochen, weil wir ihn eigentlich vor einem Leben als Kettenbauernhofhund erlöst hatten. Nicht zu wissen, was mit ihm geschehen ist, ist eigentlich das schlimmste. Ich habe mir damals geschworen, so etwas passiert mir nicht noch einmal - NIE wieder landet eines meiner Tiere in einem Tierheim... ab und an, wenn ich einen ähnlich aussehenden Hund sehe, denke ich an Assi ... immer in der Hoffnung ihn noch mal zu sehen... ok, mittlerweile ist das alles weit über 20 Jahre her, er dürfte schon lange auch eines "natürlichen" Todes gestorben sein.
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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Anusch am 17/9/2012, 11:02

Ach Du meine Güte, da hast Du wirklich ein trauriges Erlebnis hinter Dir. So eine Situation mag ich mir gar nicht vorstellen, zumal Du die Zurücknahme des Hundes hättest realisieren können. Komisch ist es aber trotzdem, dass der Hund nicht erfasst war, selbst wenn er umgehend einen neuen Halter bekommen hätte. Aber nun gut, in den 20 Jahren mag sich ja viel getan haben.
Ähnlich kann ich das nur nachempfinden,durch 2 von meinen Katzen , die plötzlich und unauffindbar verschwanden. Hätte ich sie überfahren gefunden oder sonstiges, hätte ich mit dem Thema abschließen können, aber so machte ich mir lange, lange noch Gedanken darüber, was passiert sein könnte, oder ob sie zu Versuchzwecken geklaut wurden und sich unter Umständen in einem unendlichen Leidenszustand befinden könnten. Das war sehr schrecklich.

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Gast am 17/9/2012, 19:23

@ Anusch: Freut mich, dass ich dir deine Frage beantworten konnnte. sehr glücklich Dieses Tierheimerlebnis in deiner Kindheit muss ja schrecklich gewesen sein... Crying or Very sad Heutzutage läuft das eindeutig anders ab. Zum Glück.

Gerne berichte ich mal, wenn was spannendes passiert.

Und danke für dein großes Lob Embarassed

@ Mona Lisa: Eine wirklich traurige Geschichte..... Aber ich hoffe, dass dein Hund einfach schon vermittelt war. Das Tierheim darf (soweit ich das weiß) keine Auskunft geben, wohin ein Hund vermittelt worden ist. Also vielleicht war der einfachste Weg einfach zu sagen, dass er in den Akten nicht aufscheint... Suspect

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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Mona Lisa am 18/9/2012, 08:21

das hätten sie doch aber einfach sagen können, oder? einfach nur sagen - oh, sorry - aber gestern waren Leute hier und da war es Liebe auf den ersten Blick und sie haben ihn gleich mitgenommen. Das wäre für mich dann ok gewesen... aber so? diese Ungewissheit was passiert ist und dann immer diese fragenden Augen von ihm noch im Kopf... Crying or Very sad
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Re: Hunde im Tierheim

Beitrag von Gast am 18/9/2012, 20:36

Ja Mona Lisa, da hast du vollkommen recht. Das hätten sie einfach sagen können..... Auch heute läuft im Tierschutz nicht immer alles mit rechten Dingen ab.... Leider.

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